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Standpunkt Dr. F.M. Balzer

Lebendiges erleben, erkennen und verstehen

(Grundlagen zu einer Wissenschaft von den Lebensgesetzmäßigkeiten 09/01)

 

Die Möglichkeiten einer erweiterten, ganzheitlichen Beurteilung von Lebensmitteln vom Aspekt des Lebendigen stehen seit vielen Jahren im Zentrum der Qualitätsforschung, besonders auch im Hinblick auf die verschiedenen konventionellen und ökologischen Anbauverfahren in der Landwirtschaft. Die bisherigen chemisch-analytischen stofflichen Untersuchungsmethoden konnten vereinzelt Unterschiede aufzeigen, oft aber auch nicht. Manchmal war dann noch die Sensorik hilfreich, um Unterschiede sinnlich wahrnehmen zu können. Im Bereich der sonstigen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe konnten Differenzierungen gefunden werden. Aber der Aufwand an Geräten wurde immer größer und dadurch die Anzahl der untersuchten Proben geringer. Besonders unter dem Gesichtspunkt der Einführung in die tägliche Praxis ergaben sich bei fast allen neuen Untersuchungsmethoden große Bedenken. Noch schwieriger wurde es, eine Beziehung zwischen den Untersuchungsergebnissen und der Ernährung und Gesundheit des Menschen herzustellen.

Wenn man sich mit der Untersuchung der Qualität von Lebensmitteln befaßt, dann muß man neben neuen Untersuchungsmethoden auch ein dynamisches Verständnis für das Lebendige entwickeln. Die bisherigen chemisch-physikalischen Gesichtspunkte haben sich als nicht ausreichend erwiesen, das Lebendige unter ganzheitlichen Gesichtspunkten zu verstehen. Man muß sich daher mit den Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen neu befassen, um daraus auch die Brücke zu neuen Untersuchungsmethoden zu finden. Es stimmt eben nicht mit der Realität überein, wenn die Wissenschaft behauptet: Das Lebendige entsteht aus dem Toten. Das ist eine reine Theorie und es ist noch keinem Forscher gelungen, aus dem Toten etwas Lebendiges zu entwickeln!! Denn die Gesetze des Lebendigen sind andere als die des Toten.

 

Das wichtigste Gesetz im Lebendigen, also der Vermehrung von Pflanze, Tier und Mensch, lautet:

 

Leben kann nur aus Leben geboren werden und das unorganische Tote ist immer ein Umsatzprodukt des Lebendigen. Das Tote, Mineralische ist ein Abfallprodukt des Lebendigen“.

 

Man muß das Lebendige voraussetzen, es muß bereits vorhanden sein, wenn neues Leben geschaffen werden soll. Wie macht die Natur das? Die Pflanze ist ein polares Wesen und steht immer zwischen Erde und deren stofflicher Zusammensetzung und dem Kosmos mit seinen Kräften von Licht, Wärme und Sonstigem im Jahreslauf. Nur bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen dem, was von der Erde und vom Kosmos kommt, wächst die Pflanze zu einem gesunden Lebensmittel heran. Dann kann sie zur Nahrungs- und Heilpflanze werden. Für den Nachweis der irdischen Stofflichkeit in der Pflanze dienen die analytisch-chemischen Untersuchungsmethoden. Für den Nachweis der vom Kosmos kommenden Realitäten wie Licht, Wärme und Sonstigem muß man erst ein erweitertes Bewußtsein entwickeln, um daraus neue Untersuchungsmethoden ableiten zu können.

 

Was ist das Sonstige, was vom Kosmos kommt und wie können wir es nachweisen? Das läßt sich sehr gut erkennen, wenn man sich die folgende Frage stellt: Was bewirkt das Irdische und das Kosmische während des Pflanzenwachstums und was verändert sich bei der Pflanze, wenn jeweils das Irdische oder Kosmische überwiegt oder im Mangel ist. Das läßt sich z.B. ausgezeichnet bei der Düngung mit übermäßigem Stickstoff (auch übermäßiger organischer Stickstoff wirkt so) in der Pflanzenproduktion studieren! Wie verändert sich die Pflanze sowohl äußerlich in ihrer Erscheinungsform als auch in ihrer innerlichen stofflichen Zusammensetzung (in der normalen landwirtschaftlichen Literatur unter Stickstoff ausführlich beschrieben)? Eine sehr wichtige und grundlegende Beobachtung läßt sich machen: Bei der übermäßigen Düngung mit Stickstoff hat das „mechanische“ Stützgewebe der Pflanze eine verminderte Festigkeit infolge des gestörten Gleichgewichtes zwischen Kohlehydrat-Verbindungen als Ergebnis der Assimilation der Pflanze und den Stickstoff-Verbindungen als Ergebnis dessen, was aus dem Boden kommt. Mit allen Folgeerscheinungen für die Pflanzengesundheit: erhöhter Befall mit Pflanzenkrankheiten oder der Angriff von tierischen Schädlingen!! Denn Pflanzenkrankheiten sind immer Schwäche-Anzeiger. Was fehlt hier also bei der Pflanze durch diese einseitige und übermäßige Stickstoffdüngung: Mangel an Kräften, die die Pflanze fest und stabil machen. Nennen wir diese Kräfte:

 

ganzheitlich-dynamisch-lebendige Formbildungs- und Kristallisationskräfte.

 

Sie kommen ausschließlich durch Licht und Wärme von der Sonne und sind im Lebensprozeß von Pflanze, Tier und Mensch von existenzieller Bedeutung.

Zum Verständnis der Funktion dieser ganzheitlich-dynamisch-lebendigen Formbildungs- und Kristallisationskräfte kann die Betrachtung des Kristalls weiterhelfen. Der Kristall besteht aus Stoff und Form. Wenn der Stoff aufgelöst wird, dann wird auch die Form zerstört. Das ist das Prinzip des Stoff- und Formwechsels auf der Ebene des Toten.

Auf der Ebene des Lebendigen gibt es in erster Linie Stoffwechselunter Beibehaltung der dynamischen, ganzheitlichen Form. Nur dadurch ist im Lebendigen erst Entwicklung möglich.

 

Pflanze, Tier und Mensch kann man daher als ganzheitlich-lebendige Kristalle bezeichnen mit einem dynamischen Stoff- und Formwechsel.

 

Die Untersuchung des Stoffwechsels ist mit den bekannten analytisch-chemischen Methoden möglich. Für die ganzheitlich-dynamisch-lebendigen Kräfte des Formwechsels besteht jedoch noch kein Bewußtsein und daher auch keine Nachweismethoden. Jedoch bilden diese Kräfte die Existenzgrundlage für die Aufrechterhaltung des lebendigen Kristalls in seiner dynamischen Funktion:

 

 a) Bildung der inneren und äußeren Form und Eingliederung der Stoffe in das dynamisch

     Feste der ganzheitlich-lebendigen Ordnung.

 b) Auflösung der Stoffe aus der inneren und äußeren Form der dynamischen Feste unter Er-

     haltung der ganzheitlich-lebendigen Ordnung .

 

Man kann die Formbildungs- und Kristallisationskräfte auch als

 FORM-VERWIRKLICHUNGS-KRÄFTE

 

 

bezeichnen. Denn es ist notwendig, daß man die ganzheitlich-dynamisch-lebendige Form als ein selbständiges Kraftgefüge zu denken lernt, das vom Stoff/Material unabhängig existiert. Es hat die Aufgabe, die lebendige Form mit Hilfe der Stoffe zu inkarnieren.

 

Als konkretes Beispiel zum Verständnis dieses Prozesses sollen die Zähne und die Knochen angeführt werden. Sie sind die Bereiche des lebendigen Kristalls, die am stärksten verfestigt sind. Trotzdem müssen auch die am stärksten verfestigten Teile des Körpers immer wieder ihre Form dem augenblicklichen Lebensalter anpassen: Hier besteht also auch Stoffwechsel und Formwechsel. Wenn dieser lebendige Prozeß zwischen Substanzverdichtung und Formgestaltung und zwischen Substanzauflösung und Formverwandlung zu schwach ist oder am falschen Ort abläuft, dann ist der lebendige Kristall in seiner Ganzheit geschwächt. Es treten die allgemein bekannten unterschiedlichsten Stoffwechselkrankheiten auf: Osteoporose, Nierensteine, Gallensteine, Aterienverkalkung uam. Daher müssen unsere Lebensmittel neben den bekannten Stoffen auch ausreichend dynamisch-lebendige Formbildungs- und Kristallisationskräfte enthalten, damit der lebendige Kristall in uns ernährt wird und seine dynamische Wirksamkeit ganzheitlich entfalten kann.

Erst dann wird das Lebendige sich richtig verkörpern, wenn es eine ganzheitliche, dynamische Form hat und ausreichend Kräfte während des Wachstums vorhanden sind, die den lebendigen Kristall immer wieder von neuem entstehen lassen. Solche Kräfte bewirkt der Stickstoff weniger, weil die dynamisch-lebendigen Formbildungs- und Kristallisationskräfte aus dem Kosmos über den Boden in die Pflanze kommen. Übermäßiger Stickstoff bewirkt eher das Gegenteil: Mangel an dynamisch-lebendigen Formbildungs- und Kristallisationskräften in den Lebensmitteln und damit in der Ernährung!!

 

Aus dieser grundlegenden Einsicht ergibt sich die Aufgabe, die Formbildungs- und Kristallisationskräfte des Lebendigen sichtbar zu machen. Durch die neue Methode der Kupferchlorid-Kristallisation ist das möglich. Dr. Walter Schneider, Professor für anorganische Chemie an der ETH Zürich befaßt sich seit Jahren mit bioanorganischer Chemie. Er sagt zur Methode der Kupferchlorid-Kristallisation: "Alle diese Versuchsanordnungen.....also das ist ein absolut genialer Wurf, ...ist es ein superempfindliches Instrument. Es gibt keine mir bekannte andere Versuchsmethode, die in einer anständigen Zeit durchführbar ist und eine Art Abdruck von der Verfassung des Systems liefert. Man kann letztlich auf die Fitness der Pflanze schließen.“

 

Das Kupferchlorid ist ein mineralisch-kristalliner Stoff, der die eigene Kristallform aufgeben kann, wenn übergreifende Formbildungskräfte z.B. von der Pflanze hinzugefügt werden. Mit welcher Intensität die Formbildungskräfte, also der lebendige Kristall in der Pflanze wirkt, das kann durch das Auskristallisieren von Kupferchlorid unter Zugabe von Pflanzensubstanz unter standardisierten Bedingungen sichtbar gemacht werden. Durch diesen neuen methodischen Ansatz schafft man einen sichtbaren, bildhaften Abdruck der Pflanze unter dem Aspekt ihrer Kristallisations- und Formbildungsfähigkeit. Das sind ganzheitliche, übergreifende und dynamische Gestaltungsgesetzmäßigkeiten, in deren stützender und hüllenbildender Funktion alle sonstigen Stoffwechselprozesse innerhalb eines Lebewesens ablaufen. Ohne ausreichende Hülle und Stütze durch diese Kräfte ist alles Lebendige sehr viel stärker dem zerstörerischen Angriff von außen ausgesetzt.

 

Außerdem ist anzumerken, daß der Prozeß der Bildentstehung bei der Methode der Kupferchlorid-Kristallisation mit einer lebendigen Substanz von Pflanze, Tier und Mensch nicht nur nach den bekannten Gesetzmäßigkeiten der Kristallographie zu verstehen ist. Hier können übergreifende Aspekte beobachtet werden, die sich kristallographisch nicht erklären lassen. Z.B. wird durch Impfkristalle die Bildgestaltung nicht ausgelöst oder geprägt, wie das bei der Kristallzüchtung normalerweise üblich ist. Hohlformen in der Art, wie sie bei der Kupferchlorid-Kristallisation auftreten, kennt man in der Kristallographie auch nicht. Außerdem müssen die Bedingungen bis zum Anfang des Auskristallisierens so gewählt werden, das ein Mindestzeitraum von mehreren Stunden eingehalten wird. Sonst ergeben sich keine pflanzenspezifischen Bilder. Der Prozeß der Kupferchlorid-Kristallisation muß daher anders verstanden werden als nur von Gesichtspunkt der Wissenschaft der Kristallographie. Es bedarf eines Verständnisses des Lebendigen: Von einem ganzheitlichen,selbständigen Kraftgefüges als einem übergreifenden Ansatzpunkt gehen Kraftlinien aus, die mit unsichtbarer Gewalt Kristall auf Kristall bilden, gleichsam in ihre „Netze“ einziehen. In rascher Folge treten dann die einzelnen Kristalle zu sinnvollen Figuren (Kupferchlorid-Kristallisations-Bildern) zusammen. Dazu bedarf es einer bestimmten Vorbereitungszeit!!

 

Auch das Stoffliche in einer Pflanze muß unter ganzheitlich-dynamischen Gesichtspunkten neu gesehen, geordnet und nachgewiesen werden. Ein methodischer Ansatz dazu ist das Steigbild, eine bekannte papierchromatographische Methode, die mit der Absicht der Untersuchung von Lebensprozessen abgeändert wurde. Das neue an dieser Methode ist die Verwendung von Silbernitrat als einem umfassenden Reagenz auf die Dynamik des Lebendigen im Wässrig-Stofflichen. Denn das Silbernitrat hat die folgenden Eigenschaften:

 

 a) Es ist sehr gut wasserlöslich und reagiert intensiv mit Pflanzensäuren.

 b) Silbernitrat hat eine außerordentliche Affinität zu reduzierenden organischen Substanzen,

     (Zucker, Vitamin C) oder ist ein Reagenz auf Reduktionsprozesse im allgemeinen.

 c) Silbernitrat reagiert mit kolloidalen Substanzen und Eiweißvorstufen und bildet organische

     Komplexverbindungen.

 d) Silbernitrat reagiert bei Fäulnis sehr empfindlich zu Silbersulfid.

 

Alle diese Reaktionen des Silbernitrates mit der lebendigen Pflanzensubstanz hängen vom augenblicklichen Lebens- und Reifezustand der Pflanze ab und können so mit Hilfe des Steigbildes sichtbar gemacht werden. Zum besseren Verständnis des Steigbildes ist es daher unbedingt notwendig, sich in die Biochemie einer jeden Pflanze einzuarbeiten, also auf das zurückzugreifen, was man in einem naturwissenschaftlichen Studium gelernt hat. Nur so kann das Steigbild zu einer Brücke werden zwischen der allgemeinen stofflichen Dynamik der Pflanze, die man in jedem Lehrbuch der Biochemie findet und die mit chemisch-physikalischen Analysen nachgewiesen werden kann, und einer neuen ganzheitlichen Dimension im Lebendigen: den dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräfte.

 

Aus der Zusammenschau von Steigbild, der Dynamik des Lebendigen im Wässrig-Stofflichenund der Kupferchlorid-Kristallisation, der Dynamik des Lebendigen im Festen, in der Formbildung, ergibt sich eine neue, erweiterte ganzheitlich-dynamische Beurteilung der Lebendigkeit einer Pflanze, ihre Vitalqualität.

 

Mit Hilfe der gemeinsamen Anwendung dieser beiden neuen ganzheitlichen Methoden ist es möglich geworden, Qualitätsunterschiede von pflanzlichen Produkten sicher und aussagekräftig aufzuzeigen. Man schafft sich einen augenblicklichen bildhaften Abdruck des Lebendigen und ist so in der Lage, aus solchen Bilderreihen (d.h. Bilder von den verschieden Lebensabschnitten und Reifestadien) die Lebendigkeit oder auch Vitalqualität von Lebensmitteln sichtbar zu machen. Denn wir leben von dieser Lebendigkeit in unseren Lebensmitteln. Das kann man sich verdeutlichen, wenn man sich die Bedeutung und die Aufgaben der Formbildungs- und Kristallisationskräfte in allem Lebendigen klar gemacht hat.

 

Das Lebendige selbst aber kann man mit den normalen Sinnesorganen nicht sehen. Man kann nur einen Abdruck des Lebendigen schaffen, wie es ja jede Pflanze, das Tier oder der Mensch in einem gewissen Rahmen immer sind. Die alleinige nur äußerliche Betrachtung von Pflanze, Tier und Mensch ist aber nicht ausreichend, um das Lebendige in seiner Totalität zu erfassen. Denn es gibt den Gegensatz zwischen innerer Formfähigkeit und äußerer Formgestaltung. Das Lebendige wird immer einen Teil seiner Lebenskräfte im Inneren zurückhalten und nicht nach außen sichtbar zur kristallinen Gestaltung bringen. Es ist daher ausgeschlossen, durch Betrachtung nur der äußeren Form auf die innere Formfähigkeit zu schließen. Bei der Betrachtung eines Samens kann man sich das am besten verdeutlichen. Wie unscheinbar ist der Same äußerlich, wenn man ihn mit dem vergleicht, was aus ihm entstehen kann. Die Pflanze muß immer einen bestimmten Rest an dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräften für die eigene Arterhaltung zurückbehalten und darf diese Kräfte nicht nur für die Gestaltung der äußeren Form allein verwenden.

 

Außerdem darf man das Lebendige nicht mit dem Elektro-Magnetischen verwechseln oder es sogar mit dem Lebendigen gleichsetzten, wie das heute meistens getan wird. Das Elektro-Magnetische hat mit dem Lebendigen direkt nichts zu tun, es ist in erster Linie ein Abfallprodukt des Lebendigen. Die Untersuchungen mit den elektro-magnetischen Methoden liegen immer eine Ebene tiefer als das Lebendige. Natürlich kann ich auch aus dem „Abfall“ indirekt auf das Lebendige schließen. Aber das Lebendige in seiner dynamischen Seite zu untersuchen ist mit diesen Methoden sehr schwer, was alle bisherigen Ergebnisse der verschieden elektro-magnetischen Untersuchungsmethoden gezeigt haben (Biophotonen, Elektrochemie nach Voisin uam. Man beurteile diese Methoden in erster Linie nach ihren aktuellen praktischen Ergebnissen und nicht nur nach ihren theoretischen Ansätzen, was meistens abstrakte Wunschvorstellungen sind!!). Außerdem sollte man nicht vergessen, daß das Elektro-Magnetische immer ein Gegenpolzum Lebendigen ist. Es schädigt die Lebensprozesse.

 

Aus den Ergebnissen der Untersuchung der Vitalqualität von Lebensmitteln ergibt sich eine Erweiterung des Begriffs der Ernährung. Neben einer Stoffesernährung muß man auch von einer Kräfteernährung sprechen. Bei der Wärme ist das schon lange bekannt und drückt sich in der Angabe der Kalorien aus. Bei den dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräften ist das neu. Aber erst diese Kräfte aktivieren und ernähren den lebendigen Kristall und machen alles irdisch, d.h. ermöglichen die gesunde Verkörperung von Pflanze, Tier und Mensch auf der Erde. Wendet man die Bildschaffenden Methoden Steigbild und Kupferchlorid-Kristallisation in der Praxis an, indem man Lebensmittel aus konventioneller und ökologischer Landwirtschaft parallel untersucht, dann kommt immer das gleiche Ergebnis heraus:Ökologisch angebaute Lebensmittel sind reicher an dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräften. Überträgt man diese Ergebnisse auf die tägliche Ernährung des Menschen, dann kommt man zum Schluß: Wer sich überwiegend mit konventionell angebauten Lebensmitteln ernährt, der hat eine Eiweiß-Masternährung und eine Formbilde- und Kristallisationskräfte-Mangelernährung. Und wer sich überwiegend mit ökologisch angebauten Produkten ernährt, da ist es umgekehrt!! Das findet seinen Niederschlag einerseits bei der physischen Gesundheit des Menschen in sehr vielen Stoffwechselkrankheiten ( mehr als 50 % der Kranheitskosten könnten gespart werden, wenn die Menschen ihre Ernährungs- und Lebensweise ändern würden laut Bundesgesundheitsministerium 1993). Und auf der seelisch-geistigen Ebene drückt sich das in einer Schlaffheit und Ideenlosigkeit aus. Denn wir denken, fühlen und wollen mit den gleichen Kräften, mit denen wir auch unseren Körper aufgebaut haben. Es muß daher die Aufgabe einer neuen Ernährungswissenschaft und Beratung sein, auf eine solche Formbildekräfteernährung hinzuweisen und den täglichen Speiseplan nach diesen Gesichtspunkten der dynamischen Formbilde- und Kristallisationskräfte neu auszurichten. Der Begriff Vollwerternährung ist schon ein erster Schritt dazu. Vollwert darf aber nicht nur im Sinne einer stofflichen Fülle gesehen werden. Kräfteernährung im Sinne von dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräften muß unbedingt mit eingeschlossen werden.

 

Sehr oft wird den Bildschaffenden Methoden der Einwand gemacht, daß die Interpretation der Bilder zum Verständnis des Lebendigen sehr subjektiv sei. Ein solcher Einwand kann manchmal berechtigt sein, weil ein grundlegender Gesichtspunkt im Umgang mit den Bildschaffenden Methoden nicht beachtet worden ist:

 

Alle unbekannten Bilder müssen immer an bekannten Lebenszusammenhängen und Naturprozessen geeicht werden!!

 

Wie Lebendiges nur aus Lebendigem entsteht, so kann Lebendiges nur durch Lebendiges verstanden und beurteilt werden!!

Beispiel: Es soll die Vitalqualität von Getreide untersucht werden. Dazu arbeite ich mich in die Dynamik der Lebendigkeit von Stroh und Korn ein (Studium der normalen Literatur und eigene Beziehung zu Stroh und Korn). Dann erstelle ich dazu die Steigbilder und Kupferchlorid-Kristallisationen (Bild 1 + 2) von Stroh und Korn in einer dynamischen Wiederholung (Konzentrationsreihen) zur Überprüfung sowohl der Reproduktionsfähigkeit der Methoden als auch zur bildhaften Sichtbarmachung der Dynamik des Lebendigen im Wässrig-Stofflichen und der Dynamik des Lebendigen im Festen. Im nächsten Schritt verbinde ich meine umfangreichen naturwissenschaftlichen Kenntnisse (keine Naturtheorien) mit den einzelnen Bildern und lerne so mit neuen Augen zu sehen und mit neuen Begriffen zu denken und zu verstehen. Wende ich diese so erarbeiteten Grundlagen auf die Untersuchung von zwei unbekannten Proben von Getreide aus konventionellem und ökologischem Anbau an (Bild 3 + 4), dann vergleiche ich die Bilder von Getreide mit denen von Stroh und Korn. Mit etwas Übung im Betrachten solcher Bilder kann ich die Unterschiede schnell sehen und das konventionell angebaute Getreide vom ökologisch angebauten unterscheiden: Das konventionell angebaute Getreide ist dem Stroh ähnlicher, also Mangel an ganzheitlich-dynamisch-lebendigen Formbildungs- und Kristallisationskräften. Das Bild des ökologisch angebauten Getreides ist ein typisches Getreide-Bild mit einer höheren Vitalqualität!! (Was dann genauer beschrieben werden kann). Dem einen gelingt das schneller, weil er auch mit dem Herzen sehen kann. Wer mehr ein Kopfmensch ist, der benötigt zum Erlernen eines neuen Sehens mehr Zeit. Aber es ist für jeden möglich, nach einer bestimmten Lern- und Ausbildungszeit sowohl die Bilder selbst zu erstellen als auch zu einem ganzheitlichen Verständnis der Bilder vom Gesichtspunkt des Lebendigen zu kommen.

Wenn diese beiden Getreideproben dann zu einem Brotgetränk verarbeitet werden, kommen diese Unterschiede auch im Endprodukt deutlich sichtbar zur Wahrnehmung (Bild 5 + 6). Obwohl die chemische Untersuchung das gleiche Ergebnis zeigte, war die Vitalqualität sehr verschieden: schwach bei dem Produkt mit konventionellem Getreide und stark bei dem Getränk, das aus biologisch-dynamischem Getreide hergestellt worden war.

 

In der von uns neu gegründeten Ehrenfried-Pfeiffer Ausbildungs- und Forschungsstätte bieten wir einen Kurs an zur Vitalqualität von Lebensmitteln mit Bildschaffenden Methoden. Dabei kommt es uns besonders darauf an, alle obigen systematischen Gesichtspunkte zu berücksichtigen und den Ablauf des Seminars so zu gestalten, daß am Ende nicht über die Ergebnisse abgestimmt werden muß, sondern daß immer alle Teilnehmer zur gleichen Beurteilung von zwei Lebensmitteln jeweils aus konventionellem und ökologischem Anbau kommen. Obwohl die Herkunft der Proben am Anfang des Seminars nicht bekannt gegeben wird, gelingt es doch immer mit 100-prozentiger Sicherheit allen Teilnehmer, die beiden unbekannten Proben eindeutig gemäß ihrer Herkunft qualitativ zuzuordnen!! Spontan wird dann zum Ausdruck gebracht: „Solch große Unterschiede hätte ich vorher nicht für möglich gehalten!! Und wie leicht lassen sie sich erkennen und verstehen.“

Daher besteht im Umgang mit den Bildschaffenden Methoden eine sehr wichtige Aufgabe darin, auch für eine systematische Ausbildung zu sorgen. Denn in keinem Beruf kann man ohne Ausbildung erfolgreich arbeiten.

 

Zusammenfassend kann daher gesagt werden: Die Bildschaffenden Methoden bilden eine sichere Brücke zwischen einem nur stofflichen, chemisch-analytischen Verständnis von Qualität und dem Bereich von dynamischen Formbildungs- und Kristallisationskräften oder auch Form-Verwirklichungs-Kräften, also einem erweitertenKräfteverständnis von Qualität. Mit neuen Methoden Steigbild und Kupferchlorid-Kristallisation und neuen Begriffen wie z.B. Vitalqualität, Dynamik des Lebendigen im Stofflichen und Wässrigen und Dynamik des Lebendigen im Festen nähert man sich dem Bereich des Lebendigen und schafft sowohl methodisch als auch begrifflich einen sichtbaren Abdruck der augenblicklichen Wachstums- und Reifeprozesse. Außerdem ist es möglich, die direkte Brücke zum Menschen zu schlagen und die Ergebnisse der Untersuchung der Vitalqualität von Lebensmitteln mit der physischen, seelischen und geistigen Gesundheit und Krankheit des Menschen in Beziehung zu setzen. Der Mensch ist ein dynamisch-lebendiger Kristall mit Stoffwechsel und Formwechsel und bedarf in seiner Ernährung auch der Form-Verwirklichungs-Kräfte.

Denn es ist eine zentrale Aufgabe der anthroposophischen Natur- und Menschenerkenntnis, die Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen zu studieren und eine Wissenschaft vom Lebendigen zu erarbeiten.

 „Wer das Lebendige studieren will, der muß erst selbst lebendig werden!!“

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