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Standpunkt Dr. F. M. Balzer (2)

Ein Lebensmittel mit Charakter“ (Offener Brief) 03.04

Demeter Qualitätsbeurteilung in der Sackgasse?

 

In der Vergangenheit bin ich in mehreren Verkaufsstellen mit Demeter Naturkost gewesen und habe nachgefragt, was die Verkäufer unter „Lebensmittel mit Charakter“ verstehen. Jedoch niemand war in der Lage, irgend eine nachvollziehbare Aussage darüber zu machen oder sonstiges Informationsmaterial anzubieten!!

 

DEMETER ist heute in erster Linie von den Maßnahmen/Rezepten des Anbaues her definiert. Wer die Mindest-Rezepte erfüllt, der darf die Bezeichnung DEMETER benutzen. Schaut man jedoch auf die Praxis des Anbaues, so erstreckt sich oft die Anwendung der Präparate nur auf ein Muß, ohne aber wirklich den inneren Zusammenhang durchdrungen zu haben. Man macht es eben!! So ist heute alles Mögliche auf dem Markt unter der Bezeichnung DEMETER. Als letzte Errungenschaft gibt es nun sogar ein DEMETER Müller´s Lagerbier mit 4,6 % vol. Alkohol. Da kann man sich nur noch wundern, was alles unter DEMETER verkauft werden kann und in der Zukunft noch verkauft werden wird. Die Phantasie kennt wohl keine Grenzen mehr.

 

Auf der anderen Seite kann man beobachten, daß die DEMETER-Landwirtschaft auf der Ebene der Anbauer stagniert. Es gibt kaum noch Zuwachs an neuen Anbauern (mit wenigen Ausnahmen wie z.B. in Indien, wo die Landwirtschaft viel stärker aus einer inneren Religiosität heraus betrieben wird), im Verkauf steigen die Preise für DEMETER-Lebensmitel an und der Verbraucher fragt verstärkt danach, was der wirkliche Unterschied ist zwischen biologisch-organisch und biologisch-dynamisch. Lohnt sich der höhere Preis überhaupt?? So ist die Krise der anthroposophischen Bewegung auch die Krise in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft: Die Erarbeitung einer Wissenschaft von den ätherischen Bildekräften ist vernachlässigt worden!! Deswegen stagniert es überall und die allgemeine Stimmung wird von großer Ratlosigkeit geprägt. Was die alte Generation aus innerer Gemütshaftigkeit aufgebaut hat, das wird von der jungen Generation zu einem Problem des Verkaufs-Managements gemacht unter Verlust der inneren Wahrhaftigkeit und damit des geistigen Hintergrundes. Es führt zu „Anthroposophie-freien“ Zonen, zu einem neuen Bio-Materialismus und Bio-Atheismus.

 

Im Spirituellen gibt es eine sehr wichtige Gesetzmäßigkeit: Wer aus dem Spirituellen heraus gearbeitet hat und später den eigentlichen Hintergrund vernachlässigt oder vergißt, dessen Arbeit führt nach einiger Zeit in die innere und äußere Stagnation. Die Vergangenheit hat das an vielen Beispielen gezeigt und in der Gegenwart scheint sich das zu wiederholen.

 

Daher muß die Frage gestellt werden: Wie soll und wie kann es „bei Demeter“ weitergehen?

 

Für die Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft ist es zur zentralen Frage geworden: Was ist überhaupt DEMETER-Qualität? Aus den heutigen Ansätzen heraus ist dazu kaum noch eine befriedigende Antwort zu finden. Es gibt zwar viele Ergebnisse, sie müssen aber ganzheitlich verstanden werden. Was heißt das? Vom Standpunkt der Anthroposphie muß eine Brücke geschlagen werden zum spirituellen Hintergrund der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und zum Verständnis des Menschen, besonders z.B. zu seiner Ernährung: Stoffesernährung, Lebenskräfteernährung, seelische und geistige Ernährung.

 

Dazu müssen wir noch einmal an den Ausgangspunkt der Entstehung der biologisch-dynamischen Landwirtschaft zurückgehen. Aus dem täglichen persönlichen Kontakt zwischen Steiner und Wachsmuth sind ja die drei Bücher von Wachsmuth über die Wissenschaft vom Ätherischen entstanden: „Die ätherischen Bildekräfte in Kosmos, Erde und Mensch“; „Die ätherische Welt in Wissenschaft, Kunst und Religion“; und etwas später, aber weniger bekannt „Die Reinkarnation des Menschen“ (der Titel müßte eher lauten: „Die Metamorphose der ätherischen Bildekräfte im Menschen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“).

Bei allen Büchern von Wachsmuth handelt es sich also um eine Einführung in die Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen und in die Wissenschaft von den ätherischen Bildekräften als dem zentralsten Beitrag der anthroposophischen Geisteswissenschaft zu den Gegenwartsproblemen: Erweiterung des Bewußtseins und der praktischen Arbeit in die unterste Stufe der geistigen Welt: die Welt der ätherischen Bildekräfte.

 

Als nächsten Schritt ergab sich die Frage von Ehrenfried Pfeiffer an Rudolf Steiner (sinngemäß): Wie können wir die Wirksamkeit der ätherischen Bildekräfte sichtbar machen? Aus den Hinweisen von Steiner an Pfeiffer wurde dann die bekannte Methode der Kupferchlorid-Kristallisation entwickelt zur Erforschung der Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen, also der ätherischen Bildekräfte. Leider konnte Pfeiffer aus gesundheitlichen Gründen nur erste Ergebnisse erarbeiten und seine Forschung weniger systematisch fortsetzen. Das hat Pfeiffer als Aufgabe der nächsten Generation überlassen. Hier jedoch ist diese Methode von ihrem eigentlichen spirituellen Ursprung und Hintergrund abgeschnitten worden und zu einer Methode unter vielen anderen gemacht worden. Die Ergebnisse werden kaum verstanden oder sofort als subjektiv deklassiert. Nun muß der Computer her zur Standardisierung der Bilder. Der Computer ist aber so schlau oder so dumm wie der Programmierer, der das Programm schreibt. Der Computer soll auswerten und der Mensch muß akzeptieren oder auch nicht. Außerdem muß erst der Staat die Methode anerkennen oder die EG-Behörde sie akkreditieren. So werden die Ergebnisse der Bildschaffenden Methoden immer wieder in Zweifel gezogen, und das oft mit Recht. In der Vergangenheit hat es immer Wellen einer sehr intensiven Arbeit mit den Bildschaffenden Methoden gegeben, aber nach einer gewissen Zeit ist alles wieder im Sand verlaufen und man hat sich auf die normalen universitären naturwissenschaftlichen quantitativen Methoden beschränkt zur Aufzeichnung von Qualitätsunterschieden von ökologisch angebauten Lebensmitteln.

 

Wie soll und kann es nun weitergehen?

 

Zu der Arbeit mit den Bildschaffenden Methoden gibt es bis heute keinerlei wirkliche Alternativen. Um die Ergebnisse der Bildschaffenden Methoden zu verstehen, muß deren eigentliche Aufgabe erst einmal neu erarbeitet und verstanden werden:

 

Die Erforschung der Gesetzmäßigkeiten des Lebendigen unter Berücksichtigung der Realität der ätherischen Bildekräfte.

 

Die Bildschaffenden Methoden müssen daran geeicht und daraus verstanden werden!!

 

Lebendige Qualitätsbildung ergibt sich aus den Gesetzmäßigkeiten des Jahreslaufes mit den Jahreszeiten und den Gesetzmäßigkeiten des Wachstums der Pflanzen zur Erfüllung ihres ganzheitlichen Wachstums-Zyklus vom Samen zum Samen. Die heutige Manipulation der Pflanze mit Hilfe der Gentechnik und durch Hybride wirft die Pflanze aus ihrem ganzheitlichen Lebenszyklus heraus. Die Pflanze gehört zum Ätherleib der Erde. Daher müssen die Bildschaffenden Methoden auch die Brücke zum Verständnis der Wirksamkeit der ätherischen Bildekräfte in der Natur und zum Menschen schlagen. Erst dann kann verstanden werden, was wirklich DEMETER-Qualität ist. Sie hängt direkt mit der Realität und Wirksamkeit der ätherischen Bildekräfte zusammen und die Bildschaffenden Methoden schlagen eine unmittelbare Brücke zu den einzelnen Ätherarten wie Lebensäther und chemischer Äther. Außerdem kann aufgezeigt werden, wie die Beziehung zwischen den Ergebnissen der Bildschaffenden Methoden und der physischen, seelischen und geistigen Gesundheit des Menschen ist. Zusätzlich wird die Brücke geschlagen zur Evolution des Menschen in der Zukunft, zu der Jupiter Verkörperung von Erde und Mensch.

Für die weitere Zukunft der Demeter Bewegung ist es zum Überleben der Arbeit von grundlegender Bedeutung, auch in der Verkaufsstrategie den obigen Inhalt direkt den Verbrauchern verständlich zu machen, weil Demeter Produkte mehr sein können als nur ökologisch angebaute Lebensmittel. Aus vielen persönlichen Gesprächen geht immer wieder hervor, daß das schon lange von den Verbrauchern und Anbauern erwartet wird aber aus Mangel an wirklichem Verständnis bisher unterblieben ist. Auf der Biofach 2004 war von einem möglichen Neuanfang überhaupt nichts mehr wahrzunehmen.

Alle diese Zusammenhänge können in dieser Form nur kurz angedeutet werden. Sehr ausführlich wurden sie in den letzen 10 Jahren in der Ehrenfried Pfeiffer Ausbildungs- und Forschungsstätte methodisch bearbeitet und durch Anknüpfung an ihren eigentlichen spirituellen Ursprung neu und ganzheitlich verstanden. In den regelmäßig angebotenen Seminaren im eigenen Hause oder auch außerhalb wird das neu erarbeitete Wissen den daran Interessierten vorgetragen.

Zur weiteren Information:

1) Aufsatz 7 S.; „Lebendiges erleben, erkennen und verstehen“

Brücke zwischen konventioneller Naturwissenschaft und einem spirituellen Naturverständnis in Therorie und Praxis mit Hilfe der Bildschaffenden Methoden

2) Übersicht über die von uns bearbeiteten Themen mit Hilfe der Bildschaffenden Methoden in den vergangenen 10 Jahren (ca 8000 (achttausend) Kristallisationen und 4000 (viertausend) Steigbilder)

3) Seminar-Termine im Internet unter www.labor-balzer.de

 

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